Grammatikregeln in Quizform (Blog- und Buchtipp)

Man glaubt ja gerne mal, dass man selbst mehr oder weniger korrekt bis druckreif schreibt, wenn es darauf ankommt. Schließlich gibt es da draußen Millionen schreckliche Rechtschreib- und Grammatikfehler, die man selbst niemals machen würde.

Wer etwas mehr Bodenhaftung bekommen möchte, sollte das Sprachpingel-Blog oder den zugehörigen Newsletter lesen: Die Lektorin Juliane Topka stellte jeden Monat einen populären Irrtum oder eine knifflige Frage vor. Im Blog kommen Beispiele aus dem Alltag dazu, zum Beispiel: Gilt die neue Rechtschreibung auch für Straßennamen?

Heißt die Schloßallee neuerdings Schlossallee?

Die Lösung: Nein, wir müssen die Schloßallee nicht umschreiben, so lange es die Gemeinde nicht beschlossen und neue Schilder aufgestellt hat. (Hier eine Ergänzung von mir aus der Welt der Patientenratgeber: Das gilt für Familiennamen erst recht – sie unterliegen sowieso nicht den Regeln der Rechtschreibung. Weiterlesen

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Selfpublisher-Verband oder Volksfront von Judäa?

Das Autorenleben ist hart, doch die Rettung scheint nahe: Es formiert sich ein Verband der Selfpublisher und freien Autoren, siehe www.selfpublisher-verband.de.

Die Sache erinnert ein wenig an die Diskussion über einen Bloggerverband, die seit bald zehn Jahren immer wieder aufflammt: Eine lose Gruppe von Individualisten, die über ein relativ neues Medium publiziert und teils annimmt, gemeinsame Interessen zu haben, besonders wenn es um abstruse Abmahnungen geht. Den Bloggerverband gibt es bis heute nicht, aber vielleicht machen die Selfpublisher Nägel mit Köpfen. Was ist das Ziel?

Selbstverleger versus Schriftsteller

Es geht um die Abgrenzung von den Verlagsautoren, die im Schriftstellerverband (VS in Ver.di) organisiert sind, um eine gemeinsame Stimme im Umgang mit dem Börsenverein und um günstigere Konditionen bei Dienstleistern – vom Distributor bis zum Grafiker.

Video: Das Leben des Brian – Volksfront von Judäa und Judäische Volksfront

Zuerst einige Infos zu den genannten Verbänden: Der Verband deutscher Schriftsteller nimmt zwar keine Selfpublisher auf, sofern sie keine zusätzlichen Verlagstitel vorweisen können. Doch von diesen Hybridautoren gibt es immer mehr, sodass das Thema auch die Verlagsautoren erreicht. Und wer das Geld vor allem in der Medienbranche verdient, also auch mit Selbstverlag, kann sowieso Mitglied bei Ver.di werden – im Fachbereich Medien. Ob Selfpublishing dort ein Thema ist, hängt auch von den aktiven Mitgliedern ab.

Wer Sachbücher schreibt, könnte der dju in Ver.di beitreten, in der viele Journalisten organisiert sind. Oder den Freischreibern, einem Verein für freie Journalisten, den die Website zum Selfpublisher-Verband als Vorbild nennt, oder einer anderen schon bestehenden Organisation wie den Bücherfrauen oder Webgrrls. Denn was habe ich als Sachbuchautorin mit Leuten gemeinsam, die für 99 Cent Liebesromane verkaufen oder Vampirgeschichten bei Amazon verschenken?
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Nach langer Zeit ein Update

Oh, seit einem halben Jahr nichts mehr geschrieben. Zuletzt ging es um den Distributor Neobooks. Inzwischen kann ich berichten, was es bringt – einige zusätzliche Verkäufe in diversen Shops. In der Summe machen diese etwa so viel wie die Verkäufe auf Amazon oder auch etwas weniger. Am meisten ins Gewicht fallen dort Google und Thalia, sie machen bei meinem E-Book zur Kaninchenhaltung etwa ein Drittel der Verkäufe über Neobooks aus. Bei E-Books über andere Themen kann das wieder anders aussehen, weil die verschiedenen Shops eine leicht unterschiedliche Klientel erreichen.

Mit dem E-Book auf der Shortlist des Autoren@Leipzig-Awards zu sein, hat keinen einzigen Verkauf gebracht, weil diesmal nicht auf der Startseite des Apple-Shops für die nominierten Titel geworben wurde. Von den Autoren, die es auf die Shortlists geschafft hatten, hatten sich etliche zu KDP Select verpflichtet, was Amazon-Exklusivität für drei Monate bedeutet, und konnten folglich nicht bei Apple beworben werden. Weiterlesen

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