Links und Lesetipps für Selfpublisher

Heute gibts mal wieder ausgewählte Links und Lesetipps für Selfpublisher und Blogger, die mir seit Ende Oktober aufgefallen sind.

Libreka als Distributor für Kleinverlage

Libreka, die E-Book-Plattform des Börsenvereins des Buchhandels, wird zum Distributor auch für Selfpublisher, berichtet E-book-news.de. Praktisch läuft es so, dass Libreka keine Prozente vom Erlös abzieht, sondern Gebühren für den Eintrag ins Verzeichnis lieferbarer Bücher verlangt. Amazon kann wie bei den meisten Distributoren ausgeschlossen und selbst bedient werden. Interessant erscheint auch das Angebot, weiches DRM für 5 Cent pro Verkauf zu nutzen. Damit wird Libreka zum idealen Distributor für alle, die ihre ISBN selbst gekauft haben – dafür will die zuständige Agentur aber einen Gewerbeschein sehen.

Ab 2015 gelten andere Steuersätze für E-Books bei Kindle Direct Publishing

Ab dem Jahreswechsel gilt eine neue Spielregel für die Umsatzsteuer, die Auswirkungen auf Kindle Direct Publishing hat: Im Online-Handel gilt ab 2015 der Steuersatz des Landes, in dem das E-Book gekauft wurde. Das heißt, dass auf Amazon.de verkaufte E-Books nicht mehr mit 3 % (Luxemburg), sondern mit 19 % (Deutschland) besteuert werden. Für alle, die sich mit den Prozenten schwer tun, hat Thomas Knip in seinem Blogeintrag zum Thema sogar eine Tabelle erstellt.

Dabei ist ihm aufgefallen, dass ein Kindle-Ebook zum Endverkaufspreis von 2,99 Euro ab 2015 nur noch 35 % Tantiemen bringen wird! Falls Amazon die Grenze zwischen 30 und 70 % Tantiemen nicht anpasst, wird dieser Umstand wiederum Auswirkungen auf das Preisgefüge im Kindle-Shop haben – es könnte mehr E-Books für 3,49 Euro geben, zumindest bis der ermäßigte Steuersatz für E-Books kommt. Das Problem lässt sich immerhin umgehen, indem man die E-Books über einen Distributor einstellt.
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Was bringt der Kindle Cloud Reader?

Da mein Blog im Sommer pausiert hat, habe ich ein neues Tool aus dem Amazon-Imperium noch gar nicht vorgestellt: Den Kindle Cloud Reader. Sein Vorteil ist, dass man die E-Books von Amazon direkt im Browser lesen kann, ohne dafür eine Software auf dem PC oder Tablet installieren zu müssen.

Wer E-Books im Kindle-Shop gekauft hat, braucht nur zu https://lesen.amazon.de/ gehen und sich mit dem Amazon-Passwort einloggen:

Kindle Cloud Reader - Login
Screenshot: Loginformular des Kindle Cloud Readers

Danach wird das gesamte Bücherregal in Farbe angezeigt, also alle bei Amazon gekauften und via Kindle Unlimited ausgeliehenen E-Books. Außerdem wird die Option angeboten, den Reader offline verfügbar zu machen – dafür müssten die E-Books allerdings auf die Festplatte heruntergeladen werden.

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Münchner Bloggertreffen und Bloggerstammtisch

Neuerdings besuche ich den Münchner Bloggerstammtisch, der einmal pro Monat im Presseclub am Marienplatz stattfindet. Eigentlich ist es eher ein Bloggerforum, aber in München heißt im Zweifel alles Stammtisch – sogar manche Selbsthilfegruppe.

Die Atmosphäre ist angenehm, was sowohl an den Anwesenden als auch an den schönen Räumen liegt. Zur Lage hoch über dem Marienplatz kommt hinzu, dass die Wände für wechselnde Kunstausstellungen genutzt werden. Für das Organisatorische hat das Bloggertreffen eine Gruppe auf Facebook. Die Facebook-Allergiker können sich auch per Mail an die Administratorin wenden, die auch Rundmails verschickt.

Professionell bloggen für Unternehmen

Bei jedem Termin steht ein bestimmtes Thema im Mittelpunkt, im Oktober ging es um Unternehmensblogs. Zu Gast war Meike Leopold, die aus der IT-Branche kommt und ein Buch über Corporate Blogs geschrieben hat (Link zur Kindle-Ausgabe mit Leseprobe).

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