Archiv der Kategorie: Buchbranche

Geld verdienen mit E-Books oder der Reseller-Markt

Vor einigen Monaten dachte ich darüber nach, meine E-Books auch bei Beam-Ebooks anzubieten. Dieser Shop hat sich auf Titel ohne DRM spezialisiert und ist in der Selfpublisher-Szene sehr bekannt. Wie viel man dort tatsächlich verkauft, weiß ich nicht.

Auf der Beam-Website fiel mir allerdings gleich ein Titel auf, der sehr teuer war, obwohl das Cover eher reißerisch und billig wirkte. Und das E-Book kam mir bekannt vor … es stammte offenbar von Sven Meissner, der auf geld-mit-ebooks.de fertige E-Books anbietet.

Diese E-Books sind also zum Weiterverkauf bestimmt. Teilweise werden Titel, Cover und Autorenname ausgetauscht. Ich kenne die aktuellen Konditionen von Sven Meissner nicht, aber es ist durchaus gängig, den Kunden für den Weiterverkauf diverse inhaltliche und technische Veränderungen am E-Book zu erlauben. Auch die empfohlenen Verkaufspreise können angepasst werden, zumindest nach oben.

Reseller-Ebooks auch bei Amazon im Kindle-Shop

Aber nicht nur bei Beam-Ebooks, sondern auch im Kindle-Shop bei Amazon tauchen solche Titel auf – hier ein Beispiel: Weiterlesen

Mein Selfpublisher-Wunschzettel für 2015

Zu diesem Thema könnte ich sicher vieles schreiben, was Amazon als wichtigster Player könnte oder sollte oder müsste, um das Veröffentlichen von E-Books professioneller oder fairer zu gestalten. Doch ich will im realistischen Bereich bleiben und zwei ganz andere Punkte ansprechen:

Ermäßigte Umsatzsteuer für E-Books

Dieses Jahr hat es nicht geklappt, für E-Books sind in Deutschland weiterhin 19 % Mehrwertsteuer fällig. Neuerdings gilt das auch für E-Books von Amazon, die in Deutschland gekauft werden. Bis Ende 2014 fielen nur 3 % nach luxemburgischem Umsatzsteuerrecht an. Für Selbstverleger heißt das, dass die Preise ihrer E-Books steigen oder die Einnahmen pro verkauftem E-Book sinken.

In Frankreich gilt für E-Books bereits der ermäßigte Steuersatz. Womöglich hat es auch Vorteile, dass Deutschland zögerlicher an die Sache rangeht – immerhin müssen E-Books eindeutig von anderen digitalen Produkten abgegrenzt werden. Ich bin gespannt, wie die Kriterien aussehen werden. Wird das Dateiformat eine Rolle spielen, oder die ISBN? Damit kommen wir zu meinem zweiten Punkt: Weiterlesen

Was bringt Kindle Unlimited für Leserinnen und Autoren?

Seit einigen Tagen gibt es Kindle Unlimited – die Leihbücherei oder Flatrate für E-Books auf Amazon.de. Eine Leihe gab es zwar schon vorher, sie beschränkte sich aber auf Kunden von Amazon Prime und auf die Ausleihe nur eines Titels pro Monat.

Amazon wirbt damit, dass mit Prime über 200.000 E-Books ausgeliehen werden können, bei Kindle Unlimited sind es noch mehr, allerdings ganz überwiegend englischsprachige Titel. Deutschsprachige Titel werden nur aufgenommen, wenn das mit dem Verlag vereinbart ist. Selbst verlegte E-Books von Kindle Direct Publishing kommen automatisch in die Leihbücherei, wenn sie via KDP Select exklusiv auf Amazon angeboten werden. Bei meinem jüngsten E-Book – dem Ernährungsbuch für Schilddrüsen-Patientinnen – habe ich mich probehalber dafür entschieden:

Mein E-Book bei Amazon und Kindle Unlimited

Screenshot: Mein E-Book im Kindle-Shop mit Kindle Unlimited und Amazon Prime
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