Mein Createspace-Paket mit Schrecksekunde

Wenn man ein Buch via Createspace veröffentlicht, kann man ja vergünstigte Autorenexemplare in den USA bestellen. Das lohnt sich trotz der Versandkosten, wenn man einige Bücher direkt verkaufen möchte oder Rezensionsexemplare braucht.

Am 26. Februar bestellte ich direkt auf der Createspace-Website 20 Exemplare meines Ratgebers. Als ich nochmal zurückblätterte, landete ein weiteres Exemplar im Warenkorb, und so waren es am Ende 21 Stück – auch okay. Für den Versand wählte ich die mittlere Geschwindigkeit, sodass der Bücherstapel rund 96 Dollar kostete. Ich gab meine Kreditkarten-Daten ein und schickte die Bestellung ab. Als Liefertermin war der 13.3. angekündigt. Ich erwartete, dass ich das Paket beim Zoll abholen müsste.

Am 13.3. klebte eine Benachrichtigung an der Tür, dass ein Nachbar ein Paket für mich angenommen hatte. Fein. Gewicht und Größe sahen nach Buchpaket aus, es kam aus den USA, trug einen grünen Zollaufkleber und enthielt tatsächlich meine Bücher. Ich löste das oberste Buch aus den Folien, um mir die Qualität näher anzusehen.

Seltsam, es war deutlich dicker als mein in Leipzig gedrucktes Exemplar. Ich klappte es auf, sogar die Schrift war anders – und der Text auf Englisch! Es dauerte einen Moment, bis ich die Lage erfasst und verkraftet hatte: Ich hatte ein christlich-spirituelles Buch in der Hand, mit dem Umschlag meines Ratgebers zur Schilddrüsenunterfunktion.

Etwas hektischer riss ich den ersten Stapel aus den Folien. Hier befand sich tatsächlich mein Ratgeber zwischen den Umschlägen. Die Druckfarbe fällt bei den amerikanischen Exemplaren etwas kräftiger aus als in Leipzig, was die Lesbarkeit verbessert. Was den Umschlag angeht, zeigen sich die Unterschiede auf den zweiten Blick auf der Rückseite: Das Orange aus den USA ist etwas knalliger und kommt dem näher, was ich beabsichtigt hatte. Kann passieren, die Farben sind ja nicht standardisiert. Mich wundert vor allem, dass die hellgraue Schrift etwas kleiner ausfällt und der Text auf der Rückseite merklich weniger Platz einnimmt als bei meinem in Deutschland bestellten Createspace-Buch.

Die Moral von der Geschicht: Ich werde in Zukunft nur noch ganze Zehnerstapel bestellen.

6 Gedanken zu „Mein Createspace-Paket mit Schrecksekunde

  1. Thomas Rücker

    Hi Irene, ich bin auch seit Januar mit meinem Buch bei Amazon / CS dabei. Läuft soweit auch alles super, bin sehr begeistert von dem Service den Amazon da abliefert. Die Autoren-Exemplare habe ich in den USA bislang noch nicht bestellt, sondern mich immer bei Amazon-Deutschland bedient. Die Ersparnis scheint ja doch erheblich zu sein, wobei ich deine Marge ja nicht kenne. Lohnt sich das also wirklich ? Und du schreibst „da war ein Zoll-Zettel bei“, musstest du da jetzt noch was nach bezahlen oder ist das so ohne zusätzliche Steuern durchgegangen ?

  2. Sven Passarge

    Hallo,
    da bin ich ja mal gespannt. Ich habe nun das erste Mal meine beiden Titel aus den USA bestellt. Gebe relativ ungern meine Kreditkartendaten irgendwo ein, habe es mir nun aber anders überlegt. Mal schauen wie sie farblich bei mir ankommen. Sollte mich ein ähnliches spirituelles Buch erwarten, bin ich wenigstens vorgewarnt. Danke dafür :)

  3. Paul Krieger

    Ai, so lange an einem Buch gearbeitet. Einst bei rororo erschienen. Sprachbuch Deutsch. Hat sich gut verkauft. Jetzt kann ich es nicht hochladen… das Ü and das Ä in der Beschreibung hindert mich am Weitergehen. Hilfe.

  4. ebookautorin Beitragsautor

    @ Paul Krieger: Ich hatte die Umlaute in meinem Buchtitel bei Createspace codiert, aber das wäre wohl gar nicht nötig gewesen: http://ebookautorin.de/createspace-erfahrungsbericht/

    Schon beim Createspace-Support per Kontaktformular gefragt (auf Englisch), was genau das Problem ist? Meistens bekommt man innerhalb von 12 Stunden eine Antwort.

  5. Henry

    Was toll wäre, wenn Amazon/Createspace auch Autorenausgaben via Leipzig anbieten würde, Habe die Tage mal wieder 30 Bücher bestellt, 120$ für die Bücher, 57$ für den Versand. Das haut schon rein!

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