Online-PR für Autoren – Presseportale nutzen?

Es gibt zahllose Portale im Netz, auf denen aktive Autorinnen und Selbstverleger ihre Pressemitteilungen gratis veröffentlichen können. Sie nennen sich Presseportale oder PR-Portale. Diverse E-Books und manche Webseiten für Autorinnen und Selbständige empfehlen, diese Portale zu nutzen, um Online-PR für die eigene Sache zu betreiben.

So erreicht man Journalisten und Redaktionen

Dass eine Website „Presseportal“ heißt, bedeutet aber nicht unbedingt, dass sich die Presse für die dort veröffentlichten Meldungen interessiert und Journalisten tatsächlich dort recherchieren. Das ändert sich auch nicht, wenn sich ein Anbieter mit der Zugehörigkeit zu einem Journalisten- oder Handelsverband schmückt. Die Redaktionen der etablierten Zeitungen und Zeitschriften sowie deren Online-Portale erreicht man immer noch am besten über die kostenpflichtigen Angebote der Nachrichtenagenturen.

Eine kostenlose Alternative wäre, sich einen eigenen Presseverteiler mit E-Mail-Adressen aufzubauen und Informationen gezielt an solche Journalisten und Redaktionen zu versenden, die sich mit passenden Themen beschäftigen. Der Pressetext sollte in leicht kopierbarer Form in der E-Mail mitgeliefert werden, etwa als Textdatei oder als Download-Link, damit alles leicht verarbeitet werden kann. Auch Fotos können mitgeliefert werden, wobei man erwähnen sollte, dass sie frei verwendet werden dürfen.

So übermittelt, braucht das Material gar nicht auf fremden Portalen eingestellt werden. Bei Bedarf kann es auch auf der eigenen Autorenwebsite veröffentlicht werden. Wer noch kein Blog oder keine Website hat, kanns sie leicht mit WordPress erstellen.

Der Haken bei den kostenlosen Presseportalen

Pressemitteilungen auf PR-Portalen könnten für Autoren ohne eigene Website eine Chance sein, dass Besucher auf ihr Thema oder Buch aufmerksam werden. Weiterlesen

Werbung für E-Books – demnächst direkt bei Amazon?

Autoren bei Kindle Direct Publishing könnten demnächst die Möglichkeit bekommen, direkt auf den Seiten von Amazon Werbung zu buchen, sofern ihr Titel exklusiv auf Amazon angeboten wird („KDP Select“). In den USA gibt es das bereits, deshalb ist es wahrscheinlich, dass diese Option auch auf Amazon.de auftauchen wird. Und so wurde nicht nur in US-Blogs, sondern auch im deutschen KDP-Forum darüber diskutiert.

Der Autor Stefan Jacobasch brachte es gut auf den Punkt: Ich werde mich mit Sicherheit nicht auf diese Methode einlassen, den Autoren das Geld aus der Tasche zu ziehen. Immerhin reden wir hier von Werbung auf Amazon für Amazon. Nachdem sie uns schon soweit haben, dass wir uns gegenseitig in den Preisen unterbieten, sollen wir uns jetzt noch mit Werbeschaltungen überbieten?
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Links und Lesetipps – nochmal das Thema Geld

Ich komme nochmal auf das Thema Geld zurück: Zum vorigen Eintrag über das Geld verdienen mit E-Books mit Reseller-Titeln fällt mir ein schon etwas älterer Beitrag aus dem Tagseoblog ein. Dort schreibt Martin Mißfeldt über Suchmschinenoptimierung.

Unter dem Titel Geld verdienen im Internet – der große Beschiss fasste der Blogger provokant zusammen, was einige so genannte Internet-Marketer ihren Kunden versprechen und wie der digitale Hoffnungsmarkt ungefähr tickt. Mancher Kunde glaubt, das Internet sei eine Geldmaschine, die Reichtum ohne Arbeit auswirft, und mancher Anbieter verkauft die Anleitung zum großen Glück und schnellen Geld. Weiterlesen