WordPress.com oder WordPress.org: Unterschiede und Tipps

Wer heute ein Blog starten möchte, bekommt meistens WordPress empfohlen. Kein Wunder, es ist das meistgenutzte Blogsystem, das sich nebenbei auch gut für statische Websites ohne chronologische Einträge eignet. Die Popularität hat den Vorteil, dass es rund um WordPress viel Unterstützung aus der Community gibt und für alle Anliegen, die darüber hinaus gehen, professionelle Dienstleistungen angeboten werden. Aber wo und wie anfangen?

WordPress.com – die Hosting-Plattform

Wer WordPress erst mal unverbindlich kennenlernen möchte, probiert es am besten bei WordPress.com aus: Hier kann jeder ein kostenloses Blog anlegen, das dann auf einer Subdomain (meinblog.wordpress.com) läuft. Hier kann man einfach mal ein Blog anmelden und unter Pseudonym rumprobieren, sich WordPress von innen ansehen und erste Inhalte ins Netz stellen. (Bei Blogger.com ist das ganz ähnlich.)

Auf WordPress.com stehen viele Themes zur Auswahl, sodass sich das Layout variieren lässt. Ein eigenes Foto oder eine Grafik als Header ist natürlich auch kein Problem. Sonst muss man sich um wenig kümmern: WordPress.com sorgt dafür, dass die Software immer aktuell ist, der Spamschutz funktioniert und alle Funktionen zur Verfügung stehen. Wer das Blog professionell nutzen möchte, kann auch eine eigene Domain hinzu buchen, sodass nur noch für Insider zu erkennen ist, dass man unter dem Dach von WordPress.com bloggt.

WordPress.org – das Blog selbst hosten

Hier kann man WordPress herunterladen und selbst installieren, wenn passendes Webspace mit Datenbank vorhanden ist. Dann hat man mehr Möglichkeiten als auf WordPress.com, trägt aber auch entsprechend mehr Verantwortung: Weiterlesen

Mein Selfpublisher-Wunschzettel für 2015

Zu diesem Thema könnte ich sicher vieles schreiben, was Amazon als wichtigster Player könnte oder sollte oder müsste, um das Veröffentlichen von E-Books professioneller oder fairer zu gestalten. Doch ich will im realistischen Bereich bleiben und zwei ganz andere Punkte ansprechen:

Ermäßigte Umsatzsteuer für E-Books

Dieses Jahr hat es nicht geklappt, für E-Books sind in Deutschland weiterhin 19 % Mehrwertsteuer fällig. Neuerdings gilt das auch für E-Books von Amazon, die in Deutschland gekauft werden. Bis Ende 2014 fielen nur 3 % nach luxemburgischem Umsatzsteuerrecht an. Für Selbstverleger heißt das, dass die Preise ihrer E-Books steigen oder die Einnahmen pro verkauftem E-Book sinken.

In Frankreich gilt für E-Books bereits der ermäßigte Steuersatz. Womöglich hat es auch Vorteile, dass Deutschland zögerlicher an die Sache rangeht – immerhin müssen E-Books eindeutig von anderen digitalen Produkten abgegrenzt werden. Ich bin gespannt, wie die Kriterien aussehen werden. Wird das Dateiformat eine Rolle spielen, oder die ISBN? Damit kommen wir zu meinem zweiten Punkt: Weiterlesen

Brauchen wir einen Bloggerkodex – und wozu?

Beim Münchner Bloggerstammtisch im Presseclub, der eher ein Bloggerforum ist, kreisten wir beim letzten Treffen das Thema Bloggerkodex ein. Brauchen wir so ein Ding, wenn ja, wofür – und sollten wir gemeinsam einen Kodex entwickeln?

Was ethische Grundsätze angeht, gibt es bereits den Pressekodex, an dem man sich auch beim Bloggen orientieren kann. Die Trennung von Werbung und Redaktion ist allerdings im persönlichen Blog schwieriger, weil meistens beide Bereiche von einer Person abgedeckt werden. Umso wichtiger ist die korrekte Kennzeichnung von Werbung. Über die Begriffe müssen wir ein andermal reden: Was ist ein Sponsored Post, was ein Advertorial?

Bloggerkodex – wozu und für wen?

Hier kommen verschiedene Intentionen und Adressaten zusammen: Die Diskussion dient der eigenen Klärung, die nicht in der Unterzeichnung eines Kodex münden muss. Wer öffentlich einen Bloggerkodex unterstützt, übt womöglich einen gewissen Druck auf andere Blogger aus, sich ebenfalls Gedanken über einige Grundsätze zu machen – das könnte manchen Wildwuchs etwas dämpfen. Und schließlich könnte es für die Leser interessant sein, an welche Grundsätze sich die Bloggerin hält. Weiterlesen