Die Sidebar im Blog sinnvoll nutzen

In der letzten Zeit habe ich die Sidebar des Blogs öfter meinen Vorstellungen und den vermuteten Bedürfnissen der Besucher angepasst. In meiner WordPress-Installation verwende ich das Plugin Jetpack. Damit ist es ganz einfach, diverse Elemente – so genannte Widgets – in die Sidebar (siehe rechts) zu schieben oder wieder zu entfernen.

Wenn man E-Books oder Bücher schreibt, ist es natürlich sinnvoll, die Besucher darauf hinzuweisen. Selbstverständlich ist das aber nicht, es gibt durchaus Autorenblogs, in denen der Hinweis auf die eigenen Bücher diskreter untergebracht oder versteckt ist. Doch manche Leute interessiert es, was jemand veröffentlicht hat, und sei es nur aus Neugier. Wer das Amazon Partnerprogramm verwendet, erhält zusätzlich eine aufschlussreiche Statistik, wie ein Buchtitel bei den Besuchern ankommt. Für die Hinweise auf meine Veröffentlichungen sowie Hinweise auf sonstige Titel verwende ich zusätzliche Text-Widgets, die auch Bilder laden können, wenn der Code ins Widget kopiert wird.

Neu in die Sidebar eingefügt habe ich „Top Beiträge & Seiten“ – damit wird automatisch angezeigt, was derzeit häufig gelesen wird. Diese Links sollen Besucher anregen, diese Beiträge ebenfalls aufzurufen. Viele Blogs listen stattdessen die letzten Beiträge, die aber ohnehin auf der Startseite stehen, oder die jüngsten Kommentare. Beides finde ich persönlich nicht so sinnvoll, wobei letzteres eine Frage der Kommentarkultur im Blog ist.

Auch das Archiv habe ich irgendwann aus der Sidebar geworfen: In einem Blog, in dem die Chronologie keine Rolle spielt, wird niemand das Archiv vermissen. Zum Stöbern eignen sich die Kategorien viel besser – und wer dorthin klickt, bekommt die Beiträge der jeweiligen Kategorie ja auch in der Reihenfolge der Veröffentlichung gelistet.

Die Schlagwörter-Wolke (Tagcloud) erübrigt sich bei mir, weil ich ohnehin keine Tags verwende. Falls ich das irgendwann ändern sollte, werde ich die Tagcloud wohl weglassen, weil sie meistens chaotisch aussieht. Sie kann außerdem nichtssagend wirken, wenn irgendwelche Allerweltsbegriffe besonders häufig verwendet werden und folglich in der Tagcloud in entsprechend großer Schrift auftauchen.

Zuletzt flog die Meta-Kategorie raus: Sie erschien mir einfach überflüssig. Den Admin-Eingang zum Blog finde ich anderweitig, und wer RSS nutzt, braucht wohl auch keinen Extra-Hinweis in der Sidebar. Und für diejenigen, denen RSS nichts sagt, gibt es eine einfache Alternative – neue Einträge im Blog können dank Jetpack per Mail abonniert werden. Auch Blogs auf WordPress.com bieten diese Möglichkeit an.

Manchmal geht es auch ganz ohne Sidebar: Auf meiner ebenfalls mit WordPress erstellten Website zur Schilddrüsenunterfunktion verwende ich die Sidebar nur im Blog. Auf den Hauptseiten sollen deren Inhalte im Mittelpunkt stehen, eine Sidebar würde zu sehr davon ablenken. Andererseits bekäme vielleicht das Blog mehr Besucher.

Dann wäre da noch die so genannte Blogroll, die Linkliste zu anderen Blogs. Ich verlinke lieber einzelne Einträge anderer Blogs, wenn sie zum Beitrag passen, anstatt via Blogroll eine Art Cliquenbildung zu betreiben. Sich für die Verlinkung bestimmter Blogs zu entscheiden, bedeutet ja auch immer, andere Blogs nicht zu verlinken. Das geht schon fast in Richtung Diplomatie … und könnte kompliziert werden!

Dieser Blogeintrag ist eine Antwort auf die heutige Frage beim Webmaster Friday.

2 Gedanken zu „Die Sidebar im Blog sinnvoll nutzen

  1. Sabienes

    Diese Cliquenbildung in den Blogrolls beobachte ich auch und weiß, dass es da Zickenkriege geben kann (auch unter männlichen Bloggern). Ich meine, die Blogroll gehört von der Sidebar runter auf eine extra Seite. Das sieht auch Google gerne

  2. Pingback: Der Sinn oder Unsinn eines Blogsidebar | Infopool für Webmaster und Blogger

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